Wie aus der Idee ein ganzer Roman werden kann!

Was ist schlimmer als keine Ideen zu haben? Ideen zu haben, aber ohne jeglichen Plan wie daraus Mal ein Buch werden kann. Ideen zu haben und sich plötzlich mit einer schrecklichen Aufgabe konfrontiert und vielleicht überfordert fühlen – man weiß ja was passieren soll, aber wie wird daraus denn jetzt ein sinnvoller Plot und daraus dann ein lesbarer Roman? An dieser Stelle zu stehen kann sogar so schlimm sein, dass man gar sofort aufgibt – oder sich diesen Beitrag durchliest und sich danach gleich sehr viel schlauer fühlt.

Das oben beschriebene Problem gibt sich bei den meisten Autoren sicherlich mit der Zeit, denn bei der dritten oder vierten Idee weiß man irgendwann einfach damit umzugehen – selbst wenn man noch nicht den Weg gefunden hat, der für einen selbst am besten funktioniert (Ich probiere auch jedes Mal was Neues aus), hat man ja schon einige Tricks auf Lager und bekommt mit der Zeit eine immer genauere Vorstellung von für einen selbst sinnvollem Vorgehen. Deshalb ist dieser Beitrag primär, aber nicht ausschließlich, für sehr unerfahrene Schreiber und Autoren, also zum Beispiel Neueinsteiger.

Wie wird aus meiner Idee ein Buch?

Im Prinzip kann man den gesamten Vorgang auf drei große Schritte reduzieren, wobei man sich davon nicht täuschen lassen sollte – es sind zwar “nur” drei Schritte, aber die haben es in sich und werden einiges an Zeit für sich beanspruchen. Aber ihr dachtet sicherlich ohnehin nicht, dass sich so ein Buch in einer Woche schreibt. Hier sind die Schritte:

1. Vorbereitung

2. Umsetzung

3. Nachbearbeitung

Wenn ihr diese drei Schritte ausführt habt ihr einen kompletten Roman vor euch liegen und könnt sehr, sehr stolz sein.

Los geht´s!

Vorbereitung: Die Vorbereitung ist vielleicht der anstrengendste Punkt – für mich zumindest. Er umfasst nämlich einiges auf einmal. Wir bereiten uns zunächst auf das Schreiben an sich vor. Um dann einfach loslegen zu können brauchen wir eine Welt, Charaktere und einen sinnvollen Plot – dabei hängt es ganz von den eigenen Vorlieben ab wie genau all diese Angaben sein sollen, aber man braucht sie auf jeden Fall.

Ich selber beginne am liebsten mit dem Plot. Wir haben schon einige Beiträge zu diesem Thema geschrieben (Hier, Hier und Hier). Es ist ein bisschen so wie mit einem Bauplan: Wenn man weiß was passiert und was man braucht kann man danach sehr leicht den Rest besorgen, also die richtige Anzahl an Baumaterial (oder Charakteren und so :D). Eine andere Reihenfolge ist genauso möglich – also erst ein paar schöne Sachen besorgen (Charaktere und eine Welt entwerfen) und dann gucken was man daraus herstellen kann. Das sind aber die essentiellen drei Bausteine des ersten Schrittes. Hier gibt es übrigens noch einen Beitrag zum Thema Charaktererstellung.

Umsetzung: Wenn ihr mit Schritt eins durch seid kommt nun eine Sache, die zumindest in der Theorie sehr leicht ist und auch nicht wirklich viel Erklärung bedarf: die Umsetzung. Ihr müsst in diesem Punkt einfach nur noch Schreiben. Ich persönlich plotte jede Szene ins kleinste Detail und muss hierbei nicht mehr wirklich viel über die Handlung nachdenken, aber das kann bei euch natürlich anders sein. Im Endeffekt schreibt ihr hier aber von Anfang bis Ende (oder in beliebiger Reihenfolge) den ersten Entwurf eures Romans. Bedenkt dabei, dass es nicht perfekt sein muss, denn es gibt noch einen dritten Schritt 😀 Quält euch nicht zu sehr und achtet vor allem auf Produktivität, denn sonst braucht ihr noch sehr viel länger als ohnehin schon und das Risiko aufzugeben wird schnell höher.

Nachbearbeitung: Zugegeben gibt es vielleicht einen wichtigen vierten Schritt, den ich vor diesem hier einschieben sollte: eine Pause! Aus verschiedensten Gründen sollte man sich vor allem nach dem Schreiben des ersten Entwurfs eine Pause gönnen. Um sich selbst zu erholen natürlich und um auch ein wenig Abstand zu seinem Werk zu bekommen, denn das hilft dann auch bei der Nachbearbeitung.

In der Nachbearbeitung darf man jetzt doch endlich perfektionistisch sein und sie umfasst an sich einiges: Korrektur des Textes an sich, Konsistenz herstellen, Handlungslöcher finden und füllen, Logikfehler korrigieren, Charaktere realistischer gestalten, Arbeit mit Testlesern und und und… Hier gibt es einen Beitrag zur Nachbearbeitung, hier noch einen und hier einen zum Thema Testleser.

Ich hoffe, dass ich euch generell ein wenig helfen konnte. Viel Spaß beim Schreiben!

– Eure Mia (Halo)

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