Autorenmarketing: Der schnellste Weg zu viel Content! (Part 1)

Plot ausgedacht? Check. Ersten Entwurf geschrieben? Check. Buch überarbeitet? Check. Mit Probelesern gearbeitet? Check. Verlag gefunden? Check. Sich um Werbung gekümmert? Ähhhh….. nein? Kein Problem!

Gerade während meiner Arbeit beim Wreaders Verlag musste ich feststellen, dass sich viele Autoren leider überhaupt nicht mit dem Thema Marketing auskennen – dabei ist es absolut essentiell. Es ist egal, ob man mit Verlag oder im Selfpublishing veröffentlicht; jeder sollte sein Buch selbst bewerben können. Das größte Problem: Nicht genug Ideen für mehr als 1-2 Posts auf Instagram. Deshalb will ich euch heute eine Methode vorstellen, die ich als “Content-Recycling” bezeichne. Wenn ihr sie anwendet, solltet ihr super schnell an super viele Inhalte kommen. Let’s go!

In kurzer Zeit viele Inhalte – mit “Content-Recycling”

  • Erklärung
  • Plattformen
  • Step by Step am Beispiel

Erklärung

Bei der Content-Recycling-Methode geht es im Endeffekt darum, aus einem einzigen Beitrag ganz viele zu machen (ohne dabei stumpf Texte zu kopieren und Follower zu nerven, weil man hunderte Male das selbe postet). Ich werde es euch in Schritt 3 anhand eines Beispiels erklären – der Vermarktung eines Buches. Ihr könntet aber stattdessen auch einen Blogbeitrag (beispielsweise über Plotting) als Startpunkt nehmen und denselben Schritten folgen.

Plattformen

Im allerersten Schritt müsst ihr euch gleich einmal mit den Plattformen auseinandersetzen, die ihr nutzen wollt. Es gibt tausende zur Auswahl – ihr könnt euch individuell eure eigenen Plattformen zusammenstellen. Ich persönlich würde euch mindestens drei empfehlen, ihr braucht für diese Methode ohnehin mindestens zwei. Plattformen findet ihr überall, aber ihr könnt euch auch gerne von meiner Liste inspirieren lassen. Ich nutze meinen Blog als “Anfangsplattform”, aber Instagram bietet sich ebenso an.

Das sind meine Plattformen:

  • Blog (WordPress – “Anfangsplattform”)
  • Instagram
  • TikTok
  • Lovelybooks
  • YouTube
  • Anchor
  • Pinterest
  • Newsletter (Email)
  • Spotify

Wenn ihr euch für eure Plattformen entschieden habt, kann es quasi losgehen. Ich empfehle wirklich jedem, die Plattformen Instagram und Pinterest einzubauen – auch ein eigener Blog bietet sich sehr an, vor allem bei dieser Methode, weil nach dem erstmaligen Aufsetzen kein wirklicher Mehraufwand entsteht.

Step by Step am Beispiel

Anfangsplattform – unser Startpunkt

Ihr könnt es euch vielleicht denken, denn immerhin heißt die Methode “Content-Recycling“. Es ist naheliegend, dass wir einen ersten Beitrag brauchen, von dem aus wir uns dann weiterarbeiten, bis wir ein ganzes Netz an Inhalten haben und (je nach Post-Frequenz) mehrere Wochen des Content-Plans füllen können. Yay!

Die Qual der Wahl: Zu Beginn brauchen wir natürlich einen Inhalt für den ersten Beitrag. Mein Beispiel: Werbung für ein Buch. Und ja, ich gebe zu, ich profitiere gleich doppelt von diesem Blogbeitrag, weil ich so gleich Arbeit für die Marketing-Planung meines neuesten Projekts (Cyber Kiss – Dionysos) spare 😀

Meine Anfangsplattform ist mein eigener Blog. Dementsprechend schreibe ich einen Blogbeitrag (1), der 2 Wochen vor Release erscheinen soll. Den Beitrag kann ich mit diversen Inhalten füllen: Zitaten, Klappentexten, einer längeren Inhaltsangabe, einer Leseprobe, Charaktervorstellungen und einigen Links (zu dazugehörigen Beiträgen auf anderen Plattformen – die Links füge ich im Nachhinein ein, sobald diese Beiträge fertig sind, denn ich plane das alles ja lange vor Veröffentlichung des Beitrags).

Instagram

Mit Instagram geht es so richtig los mit dem Recycling. Der gesamte Blogbeitrag wird nun zu mehreren Posts für Instagram verarbeitet. Übrigens: Jeder Instagram-Beitrag kann auch auf den Blogpost verweisen. Das ist dann vor allem für die Leute, die den Blog noch nicht kennen oder auf Instagram aktiver sind. Hier eine Liste, was ich für diesen Beitrag geplant habe (das kann bei euch SEHR anders aussehen – abhängig von der Anzahl der Posts, die ihr braucht und abhängig von den Plattformen):

(2) Post-Ankündigung: Der Post wird auf Instagram angekündigt – ein kleiner Teaser, einige Zitate und ein schönes Titelbild. Erscheint 2 Wochen vor Release, zusammen mit dem Blogbeitrag.

(3)-(7) Die Charaktere – ich habe fünf Protagonisten, die alle im Blogbeitrag vorgestellt wurden. Jeder von ihnen bekommt einen Post auf Instagram: Hierzu nehme ich die Vorstellungstexte aus dem Blogbeitrag, ergänze sie aber mit ein wenig mehr Informationen, Zitaten und Collagen, die zu den Charakteren passen. Sie erscheinen nach und nach in den 6 Wochen vor der Veröffentlichung.

(8) Klappentext: Kann ich direkt aus dem Blogbeitrag kopieren und mit einem passenden Bild (zum Beispiel einem Bild des Klappentexts) posten.

(9)-(18) Zitate: Die Zitate, die ich in dem Blogbeitrag zeige, sollen auch auf Instagram gepostet werden – auch hier wird lediglich ein Bild dazu gemacht, das Zitat habe ich ja schon. Ich will zehn Zitate. Sie sollen ebenfalls in den 6 Wochen vor Veröffentlichung entscheiden.

(19) Inhaltsangabe: Die Inhaltsangabe kann ebenfalls, in Form eines Teasers, auf Instagram erscheinen.

(20) Leseprobe 1: Die erste Leseprobe wird einfach übernommen, grafisch untermalt und auf Instagram gepostet. Sie kann gerne ein wenig kürzer sein, um die Leser zum Blogbeitrag zu führen.

(21) Leseprobe 2: Für den Podcast würde ich persönlich ein zweites Kapitel aussuchen und das einsprechen und die erste Hälfte (oder weniger, je nach Länge) auf Instagram posten, um den Leser dann auf den Podcast zu bringen.

(22) Playlists: Für Cyberkiss habe ich genau eine Playlist auf Spotify und die verdient ein repräsentatives Bild auf Instagram! Den Link zur Playlist gibt es dann im Blogbeitrag.

(23)-(27) Moodboards! Wir alle lieben Moodboards. 1-2 davon können im Blogbeitrag auftauchen, vielleicht auch als Banner. Der Rest auf Instagram. Beware: die Bilder, aus denen ihr die Moodboards zusammenstellt, könnt ihr später in der Kategorie TikTok noch einmal verwenden (die findet ihr nächsten Monat in Teil Zwei :D)

(28)-(37) TikToks: Viele Leute haben kein TikTok – während ihr euer Profil also auf der Homepage verlinken solltet, solltet ihr die Videos außerdem runterladen und auch auf Instagram posten.

(38)-(40) Leserunden-Ankündigung: Leserunden auf Lovelybooks sind genial, finde ich. Kündigt sie also ganz einfach auf Instagram (und dem Blog) an – ich bereite dafür immer drei Posts vor. Zwei als Ankündigung, ein dritter dann, um das Ende der Gewinnspielphase zu verkünden.

(41)-(43) YouTube-Teaser: Ich lade drei Videos auf YouTube hoch und die ersten paar Minuten werden auf YouTube angeteasert 😀 Sie werden am Uploadtag der Videos hochgeladen.

(44) Podcast-Teaser: Das ist im Endeffekt wie bei YouTube! No explanation needed 😛

Nächsten Monat gibt es den zweiten Teil dieser Mini-Reihe! Dort geht es weiter mit allen anderen Plattformen, aber ihr könnt ja schonmal mit eurer Planung starten und die ersten Designs erstellen.

-Eure Mia (Halo)

5 Replies to “Autorenmarketing: Der schnellste Weg zu viel Content! (Part 1)”

  1. Hallo Mia,
    find ich sehr spannend – aber es erfordert ja auch, dass man schon vor dem Erscheinen des Buchs überall Kanäle mit Followern aufgebaut hat und dann nicht von einem Tag auf den nächsten dasteht und erwartet, dass sich irgendwer für den Content interessiert. Ich bin mir noch nicht sicher, wie viele Leute über Instagram, YouTube und TikTok an Buchempfehlungen gelangen. Hab zwar gehört, dass manche das als Leseinspiration nutzen, aber ich selber bin seeehr textfixiert. Es ist auch gar nicht so einfach hübsche Illustrationen zum Buchprojekt zu finden. Wie machst du das?
    Ganz liebe Grüße,
    Tala

    Like

    1. Huhu Tala,

      Danke für die vielen Fragen. Ich habe ein wenig überlegt und da du nicht die einzige bist, die sich hier etwas wundert, würde ich das gerne in einem extra Beitrag thematisieren. Er wird auch erscheinen, sobald diese Reihe beendet ist. Falls du es bis dahin nicht erwarten kannst, darfst du hierauf gerne noch einmal antworten und ich versuche es mit einer “kurzen” Antwort, um dir schonmal etwas zu helfen. Das Thema erfordert aber generell, finde ich, etwas mehr Aufmerksamkeit und hat einen ganzen Beitrag verdient.
      Zu den Illustrationen trotzdem vorab: Ich finde ganz gerne kostenfreie (und lizenzfreie) Bilder auf Seiten wie Pixabay oder Pexels. Guck da doch mal rein!

      Liebe Grüße,
      Mia

      Liked by 1 person

      1. Hallo Mia,
        Pixabay kenne ich, nutze ich auch für den Blog, da ich mir da relativ sicher bin wegen der Bildrechte. Auch unter CC0 geteilte Bilder aus klassischen Museen und Archiven finde ich immer sehr reizvoll. Bin gespannt auf deinen Beitrag!
        LG, Tala

        Like

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