Mehr Follower auf Instagram – so planst du deine Posts sinnvoll

Wir alle wollen mehr Follower bzw. Reichweite auf Instagram und anderen Sozialen Netzen, aber um das zu schaffen, muss man zuerst einmal Inhalte hochladen und auf sich aufmerksam machen. Klar folgen einem die Leute nicht, wenn man noch keinen einzigen Post hat – oder nur sehr, sehr wenige, die nur unregelmäßig erscheinen und qualitativ vielleicht auch nicht überzeugen können.

Deshalb planen wir heute euren Instagram Feed! Ich erkläre euch, wie ich das mache, was ich euch empfehlen kann und gebe euch auch inhaltlich einige Tipps mit auf den Weg. Los geht’s!


 

Zunächst einmal eine kurze Übersicht der einzelnen Schritte, die wir gleich durchführen werden:

1. Brainstorming

2. Themen festmachen

3. Beiträge planen

4. Bilder machen/raussuchen

5. Texte schreiben

6. Beiträge vorplanen (optional)


 

1. Brainstorming:

Beim Brainstorming geht es darum, ein Gefühl für Themen und Inhalte deiner Beiträge zu bekommen und dir auch mal klar zu werden, worüber du posten willst. Für diesen Punkt schnappe ich mir meistens ein Blatt Papier und mache eine klassische Mind Map, aber das kannst du so machen, wie es dir am besten passt.

Ich gehe oft auf Instagram und schaue mir die Profile der Autoren, Blogger und Verlage an, denen ich folge. Welche Posts finde ich besonders spannend? Ich schreibe mir Themen und Überbegriffe auf, zu denen ich selbst was verfassen will. Hier mal einige Beispiele von meiner letzten Mindmap:

Schreibtipps, Infos zu aktuellen Projekten, Gewinnspiele, Blicke hinter die Kulissen (z.B. bei Verlagsarbeit), Schreibrituale, Prompts, Zitate, Infos zu den Autoren

Das ist schonmal eine ganze Menge und nicht einmal die Hälfte der Punkte, die ich mir aufgeschrieben habe. Auf meine Mindmap kommt nämlich noch mehr – ein Konzept, eine Konzeptidee. Ich überlege mir hier nämlich auch, wie ich mich meinen Followern präsentieren will. Da ich ein sehr offener Mensch bin, sollen meine Follower auch was über mich erfahren – wie schreibe ich, gibt es bestimmte Schreibrituale, einige Funfacts, was mache ich neben dem Schreiben.

So kommen immer mehr Ideen zusammen. Ganz oft ist es auch hilfreich, etwas über den Tellerrand hinaus zu denken. Zum Beispiel habe ich auch einige Rezepte für Snacks und Tee mit eingeplant, denn Autoren snacken oft genug mal zwischendurch. Auch DIYs eignen sich ganz gut – so können eure Follower zum Beispiel lernen, wie man selber Kerzen macht… Autoren und Leser lieben Kerzen!

Halten wir einfach Mal drei der Brainstorming-Punkte fest, anhand derer ich euch den zweiten Schritt demonstrieren kann: Gewinnspiele, Rezepte, Verlagsarbeit

WICHTIG: Je nach Anzahl der Beiträge, die ihr planen wollt, solltet ihr auf jeden Fall mehr als drei Punkte finden – aber wir werden aus jedem dieser Punkte gleich mehrere Beiträge entwickeln.

 

2. Themen festmachen

Der nächste Schritt ist eigentlich simpel: aus den Punkten, die ihr aufgeschrieben habt, macht ihr jetzt jeweils mindestens einen Beitrag. Bei mir sieht das so aus:

1. Gewinnspiele: Ich möchte erstmal vier Gewinnspiele in den nächsten 6 Monaten starten (ja, ich plane im Voraus für sechs Monate) – und jedes Gewinnspiel bekommt von mir einen Post zur Ankündigung und einen zur Verkündung des Gewinners. Das sind insgesamt 8 Beiträge. Ich schreibe mir die “Namen” der Beiträge auf einem extra Blatt oder direkt am PC auf, z.B. “Ankündigung Gewinnspiel SF1”, “Ankündigung Gewinnspiel TdR1”, “Verkündung Gewinner SF1”

2. Rezepte: Hier habe ich mir vorher überlegt, zu was man Rezepte machen könnte und wie viele ich pro “Art” des Rezepts haben will. Ich bin auf Tee, Eis, Snacks und alkoholfreie Drinks gekommen – und zu jedem davon will ich 3 Rezepte hochladen. Insgesamt sind das hier also 12 Rezepte geworden, 12 Beiträge. Wie bei den Gewinnspielen schreibe ich mir auch hier die 12 Namen auf.

3. Verlagsarbeit: Bei der Verlagsarbeit habe ich mir überlegt, was ich im Verlag mache und bin zu dem Schluss gekommen, dass das aktuell fünf verschiedene Aufgaben sind (zum Beispiel nehme ich unter anderem die Podcastfolgen auf). Ich will auch hier zu jeder meiner Aufgaben einen Beitrag veröffentlichen und habe mir deshalb die fünf Namen der Beiträge ebenfalls aufgeschrieben.

Wie gesagt ist dieser Punkt an sich sehr simpel, kann aber unter Umständen in viel Schreibarbeit ausarten, weil man sich alles erstmal aufschreiben muss. Danach hat man aber alle Beiträge zusammen.

 

3. Beiträge planen

Jetzt braucht ihr einen Kalender – und noch dazu müsst ihr euch spätestens jetzt überlegen, wie oft ihr eigentlich posten wollt. Ich empfehle eigentlich einmal pro Tag, aber oft schafft man das nicht so. Überlegt euch, was ihr machen wollt und gleicht das mit der Anzahl der Beiträge ab, die ihr jetzt aufgeschrieben habt. Falls ihr 100 Beiträge habt und nur einmal alle zwei Wochen was posten wollt, solltet ihr vielleicht noch einmal überdenken, ob ihr nicht doch etwas öfter hochladen wollt. Ansonsten habt ihr zwar für die nächsten 3-4 Jahre ausgesorgt, aber aktuell sind die Posts dann eben auch nicht mehr.

Jetzt solltet ihr euch eine Tabelle anlegen – mit so vielen Zeilen wie Beiträgen und vier Spalten. Die erste Spalte ist dann die Zahl des Beitrags (diese Spalte ist eher bei vielen, vielen vorgeplanten Posts wichtig), die zweite Spalte ist das Datum, die dritte der Name und die vierte dann ein Feld, in das ihr den Stand eintragt: also fertig/nicht fertig oder was auch immer ihr für sinnvoll haltet.

Ich lade übrigens zweimal am Tag einen Beitrag hoch – und habe für die nächsten 6 Monate vorgeplant. Deshalb habe ich nicht nur eine einzige Tabelle angelegt, sondern gleich drei nebeneinander (man hätte es auch mit einer mit deutlich mehr Spalten lösen können!). Das heißt, dass jeder Tag in jeder Tabelle bei mir nur einmal vorkommt. Zwei dieser Tabellen sind von oben bis unten gefüllt, da ich ja zweimal pro Tag hochlade. Die dritte Tabelle ist dann die “aktuelle” Tabelle – hier plane ich kurzfristige Posts ein, falls eben was aktuelles passiert, das ich nicht in der Planung berücksichtigen konnte (an Weihnachten zum Beispiel habe ich vorher schon gedacht). So muss ich nicht eine neue Tabelle anfangen oder meinen aufwändigen Plan umwerfen, falls ich eine spontane Idee oder eine wichtige Meldung habe – es gibt dann einfach einen dritten Beitrag an diesem Tag.

Übrigens könnt ihr die Uhrzeiten hier auch gleich mit einplanen.

 

4. Bilder machen/raussuchen

Jetzt habt ihr alle Beiträge in die Tabelle/den Kalender eingetragen und ihr braucht gerade bei Instagram auch noch tolle Bilder. Die könnt ihr entweder selber aufnehmen oder von Seiten wie Unsplash.com bekommen. Wichtig ist dort, dass ihr euch die Lizenzvereinbarungen durchlest.

Ihr solltet die Bilder gleich jetzt raussuchen, dann habt ihr beim eigentlichen Posten keinen zeitlichen Aufwand mehr (noch besser ist es, wenn ihr die Beiträge vorplant, aber dazu komme ich gleich nochmal).

 

5. Texte schreiben

Ihr habt die Bilder, ihr habt die Titel – die Texte fehlen noch. Überlegt euch, was ihr für angemessen haltet und dann rann an die Tasten. Ein Instagram Beitrag darf übrigens maximal 2000 Zeichen beinhalten, also beachtet das. Hier solltet ihr auch direkt die Hashtags mit einplanen – von denen dürft ihr bis zu 30 benutzen, also schöpft das voll aus und bedient euch so vieler wie möglich.

 

6. Beiträge vorplanen

Das ist der optionale Schritt, weil man hier einiges bedenken muss. Es gibt viele Programme,  die einem die Beiträge automatisch hochladen. Man muss also die Fotos hochladen und die Texte einfügen, gibt dann Datum und Uhrzeit an und das Programm oder die Seite sorgt dafür, dass alles pünktlich erscheint. So kann man posten, wenn man unterwegs ist, keine Zeit hat oder es vermutlich vergessen würde – und muss sich nur einmal konsequent hinsetzen und alles hochladen.

Das Problem: Die Programme sind alle ziemlich teuer, aber inzwischen gibt es auch eine kostenlose Alternative… die ihre Nachteile hat.

Es ist das Facebook Creatorstudio, mit dem ihr beliebig viele Beiträge im Voraus planen könnt – in einem Zeitraum von 6 Monaten in die Zukunft. Dabei entstehen euch keine Kosten, aber ihr müsst euch für euer Instagramprofil einen Business-Account anlegen. Der hat zwar viele Vorteile, aber eure Reichweite wird zunächst ein wenig eingeschränkt, also kommt ihr langsamer an neue Follower.

Also? So ein Profil lohnt sich nur, wenn ihr wirklich regelmäßig und viel posten wollt, weil ihr die Follower nur dann locker reinholt. Aber nur mit so einem Profil könnt ihr vorplanen. Hier müsst ihr euch überlegen, was ihr für sinnvoll haltet.

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag ein wenig helfen. Wie plant ihr euren Feed im Voraus?

– Eure Mia (Halo)

 

 

 

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