Rate mal, was in zwei Wochen ist — richtig, die Leipziger Buchmesse! Warst du dort schon mal? Ich kann mich noch genau erinnern, als ich zum ersten Mal das Messegelände gesehen habe, all die verkleideten Menschen, die unterschiedlichen Bücher, die freundlichen Bücherleute und all die Informationen und Extras, die man dort ergattern kann. Signaturen, Werbegeschenke, Tipps, Miniaturbücher, Lesezeichen-Workshops … es war ein Traum, und wie ein Wunder hat alles in einen Tag reingepasst.
Heute gebe ich dir ein paar Ratschläge, wie du das Beste aus deinem Messebesuch machen kannst. Viel Spaß dabei!
Vorausplanung
Zur Vorausplanung gehört einiges, beginnend natürlich bei der Terminfrage. Die Buchmesse geht über vier Tage, die meisten Besucher jedoch gehen am Wochenende, weil da niemand in die Schule oder zur Arbeit muss. Am Samstag ist mit Abstand am meisten los, sowohl von den Besuchern als auch von den Autoren her. Es ist eng und man muss lange anstehen, dafür hat man aber auch die Gelegenheit, viele tolle Menschen kennenzulernen. Sonntags geht es gediegener zu. Für welchen Tag du dich entscheidest, hängt von deinen eigenen Vorlieben ab. Informiere dich doch mal, an welchen Tagen die Autoren anwesend sind, die du unbedingt sehen willst, und orientiere dich daran.
Eine andere wichtige Komponente ist das Geld. Auf der Buchmesse werden dir viele, viele Sachen ins Auge stechen, die du unbedingt haben musst, #Konsumgesellschaft. Du wirst dir wie im Schlaraffenland vorkommen. Überall Merch und (signierte) Bücher, ein Traum. Spare in den Wochen/Monaten davor am besten so viel Geld zusammen, wie du dir erlaubst, auf der Buchmesse auszugeben.
Planung ist das A und O einer jeden Veranstaltung, und bei einem so großen Event wie einer Buchmesse, wo es mehrere Hallen in Form eines Labyrinths gibt, sollte man sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Frage dich, wo du hingehen willst: Willst du zu bestimmten Autoren oder Verlagen, dann solltest du dich nach ihrer Standnummer erkundigen und auf dem Messeplan prüfen, wo sie zu finden sind (schau doch mal auf der Website der Leipziger Buchmesse oder auf den Social Media-Kanälen der Autoren und Verlage nach). Willst du dir Bücher signieren lassen, solltest du dich fragen, ob du deine im Regal mitnehmen willst (dann solltest du sie in weiser Voraussicht einpacken), oder ob du sie am Stand kaufen wirst (bei den meisten Signierstunden gibt es Bücher vor Ort zu kaufen). Nimm dir allerdings auch Zeit zum Stöbern, denn dafür ist eine Buchmesse schließlich da. Wandere durch die Hallen, halte an fremden Ständen und lasse dich von anderen Leuten bequatschen. Es ist zwar ein Überfluss an Informationen, aber so wird deine Neugier vielleicht in unerwarteten Bereichen geweckt. Außerdem: Als Autor ist es nie schlecht, sich mit anderen Autoren und Verlagen zu vernetzen, sei es auch nur in Form eines fünfminütigen Plauschs.
Am Tag davor solltest du viel Schlaf sammeln, denn so ein Messetag ist anstrengend, nicht nur wegen der vielen Informationen, die dein Gehirn verarbeiten muss, sondern auch wegen wahrscheinlich frühem Aufstehen und spätem Zubettgehen. Geh den Vorabend entspannt an, lass ihn bei einem Buch ausklingen, oder leg dich früh schlafen.
Am Messetag
Vergiss das Packen nicht! Am besten fängst du schon am Vorabend an, aber spätestens bitte am Morgen vor der Abfahrt. Von einer Umhängetasche rate ich ab, entscheide dich lieber einen (großen) Rucksack — dadurch wird das Gewicht der ganzen Bücher besser verteilt. Selfcare ist ebenso wichtig: Nimm ausreichend Trinken und (gesundes und leichtes) Essen mit, damit du dir vor Ort nichts kaufen musst. Ist billiger und praktischer.
Selfcare beschränkt sich jedoch nicht aufs Packen, sondern erstreckt sich auch noch auf den Messebesuch an sich. Du wirst viele Stunden über laufen oder stehen, deshalb nimm dir ab und zu einige Minuten heraus, um dich hinzusetzen. Dein Körper wird es dir danken.
Eine gute (Handy-)Kamera ist kein Muss, aber auf jeden Fall praktisch, denn du wirst auf der Buchmesse so viel sehen, was du dir für später aufheben willst. Auch wenn dein Gedächtnis gut ist, können die wirklich coolen Dinge durch den Informationsüberfluss an diesem Tag verloren gehen, deshalb geh auf Nummer sicher und schieße Fotos! Außerdem lassen sich damit gute Selfies machen, wenn du deine Lieblingsautoren triffst ;).
Doch vor allem ist Spaß angesagt! Sei spontan, ändere mal deine Pläne, gehe einen Gang entlang, der dir eigentlich nicht zusagt auf den ersten Blick, triff dich mit den Buchmenschen, die du von Social Media näher kennst (wie immer ist Vorsicht angesagt, aber meiner Erfahrung nach sind alle Buchmenschen liebe Geschöpfe), verkleide dich mit deinen Freunden passend zu Fandoms. Ich war mal als River Song verkleidet, im Schlepptau hatte ich den elften Doctor und Amy dabei — du glaubst nicht, wie oft wir angesprochen wurden. Cosplayer gehen nochmal viel vertrauter miteinander um als bloße Buchmenschen, habe ich zumindest das Gefühl.
Termin, Geld, Planung, Schlaf, Packen, Selfcare, Kamera und Spaß — das sind die Geheimzutaten für ein erfolgreiches Messeerlebnis. Ich werde dieses Jahr am Sonntag dort sein und freue mich schon sehr darauf. Ich werde zum ersten Mal meinen Verlag persönlich kennenlernen! ❤
Jetzt bist du dran: Hast du Buchmesse-Tipps, die du diesem Leitfaden anfügen magst? Und wirst du dieses Jahr auch dort sein?
–Eileen/Tinker
