Heute will ich euch ein Buch vorstellen, das mich mehr gefesselt und nicht mehr losgelassen hat als die meisten Bücher je zuvor. Ein Buch, das ich eigentlich erst nicht lesen wollte und dann nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Farbenfrohes Ende – Lena Weinert
Wieso dieses Buch und nicht ein anderes? Immerhin lese ich Poesie nur ungern und noch dazu geht es in “Farbenfrohes Ende” von Lena Weinert um eine Krebskranke – auch das ist so eine Art Geschichte, die ich eigentlich nicht mag. Dann gibt es sogar kein Happy End. Ja, jetzt versteht ihr vielleicht (oder auch nicht) wieso ich dieses Buch eigentlich nicht lesen wollte. Aber bevor ich euch sage, wieso es mir so unheimlich gefallen hat, möchte ich euch noch den Klappentext zeigen. Here we go:
Weil wir uns entschieden blind zu sein.
Eine Geschichte über ein Leben, welches dem Schicksal zum Opfer fiel.
Ein Leben, das enden sollte, bevor es überhaupt beginnen konnte.
“Kannst du sie nicht sehen?”
Man könnte jetzt behaupten, dass ich diese Rezension nur aus eigennützigen Gründen verfasse – ich bin Teil des Wreaders Verlagsteams und mag Lena sehr gerne. Will ich mich nur einschleimen? Hoffe ich vielleicht, dass sie netter zu mir ist, wenn ich nette Dinge über ihr Baby schreibe? Nein und nein – ich habe dieses Buch einfach zu sehr geliebt.
Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich es mir denn jetzt überhaupt kaufen soll oder nicht. Überzeugt war ich zunächst aus oben genannten Gründen nicht, weil es einfach nicht “meins” war – oder zumindest nicht danach klang. Allerdings ist es Lenas Buch und ich wollte es unbedingt haben und sie unterstützen. Davon mal ganz abgesehen waren die Rezensionen durch und durch positiv und haben mich richtig neugierig gemacht. Irgendwann nach der abgesagten LBM konnte man es sich dann in dem Wreaders-LBM-Shop online kaufen. Ich habe mir ein paar andere Kleinigkeiten bestellt, darunter viele Goodies, und es gab nur noch ein Exemplar von Farbenfrohes Ende. Mit Signatur. Ich konnte die Finger nicht davon lassen.
Nach dem spontanen Kauf lag das Buch aber doch nochmal eine ganze Weile einfach nur rum und ich konnte mich nicht wirklich damit befassen. Teils hatte ich keine Zeit, teils war ich mir einfach schrecklich unsicher – dennoch habe ich mich die ganze Zeit sehr über dieses signierte Exemplar gefreut.
Doch irgendwann war es dann endlich soweit. Ich sollte arbeiten und habe den Verlagspodcast des Wreaders Verlags angehört. Dort gibt es auch eine Leseprobe zu Farbenfrohes Ende und Lena Weinert hat eine sehr angenehme Stimme, weshalb ich dem Ganzen nicht wirklich widerstehen konnte. Kurz reinhören wollte ich – und bin bis zum Ende geblieben.
An dieser Stelle will ich euch die Leseprobe/Hörprobe empfehlen. *Klick*
Farbenfrohes Ende ist einfach wunderschön – der Schreibstil ist der Hammer. Man spürt richtig die Emotionen, die beim Schreiben in die Texte geflossen sind. Sie sind greifbar und gehen einem bis unter die Haut. Ich hatte eine Gänsehaut durch und durch und die Seiten haben mich gefesselt – ich konnte mich nicht mehr losreißen.
Gleichzeitig ist das Buch aber auch optisch ansprechend. Fast jede Seite ist mit wunderschönen Illustrationen bestückt, die dem ganzen nur noch mehr Tiefe verleihen und emotional auch sehr gut passen. Es ist wunderschön – wirklich wunderschön.
Die Geschichte ist eine emotionale Achterbahn, irgendwie, aber eben auch so spürbar echt und wundervoll. Man kann lachen und weinen, ja, sehr viel weinen.
Übrigens – nachdem ich mir die Podcastfolge mit besagter Hörprobe angehört habe (Lena hat ungefähr 1/3 vorgelesen), konnte ich nur noch an das Buch denken… und habe es trotzdem zunächst einmal nicht mehr weitergelesen, weil ich es vorgelesen noch viel schöner fand. Was ein Glück, dass ich sie anrufen und nach einer Privatvorlesung fragen konnte (Danke, Lena :*).
Kennt ihr Farbenfrohes Ende? Habt ihr es vielleicht schon selbst gelesen oder wollt es unbedingt noch lesen? Schreibt gerne in die Kommentare, was ihr von dem Buch haltet!
– Eure Mia (Halo)
