13 Dinge, die man als Autor während des Lockdowns tun kann

Momentan sind wir alle mehr oder weniger eingesperrt. Die Meinungen zur aktuellen Situation könnten unterschiedlicher wohl nicht sein und jeder empfindet ganz anders. Manch einer findet es gut so, manch einer eben nicht. Aber was tun? Und, nein, das wird jetzt keineswegs ein politischer Post.

In der momentanen Situation wissen viele von uns nicht so recht, was sie (mit sich selbst) anfangen sollen. Unser gesamter Alltag ist auf den Kopf gestellt – und das kann die verschiedensten Gründe haben. Vielleicht arbeitest du ja seit kurzem von daheim oder vielleicht gehst du momentan nicht mehr zur Schule, sondern gewöhnst dich an Videokonferenzen, die für die Augen und die Aufmerksamkeit ganz schön belastend sein können. Oder bei dir ist einfach alles so geblieben wie immer. Vielleicht bist du ja ein Stubenhocker, der hauptberuflich vom Schreiben lebt und quasi nur zum Einkaufen sein Haus verlässt – auch okay.

Aber was tun? Anfangs war diese Quarantäne vielleicht noch ganz okay. Stressig vielleicht, ja, denn immerhin war es für uns alle (oder ist es noch immer) eine fremde Situation und wir können ja überhaupt nicht wissen, was wir jetzt machen sollen. Und trotzdem hatte man zu Beginn vielleicht noch einige Ideen, war noch kreativ und motiviert und dachte sich: die Zeit nutze ich! Falsch gedacht, oder funktioniert das bei euch super? Ich möchte euch heute ein paar Dinge vorstellen, die ihr während der noch immer andauernden Kontaktverbote tun könnt. Es werden nicht nur schriftstellerische Ideen sein – lasst euch überraschen!

1. Lesen: Vermutlich seid ihr alle schon super fleißig am Lesen – und deshalb ist das auch der erste Tipp, den ich für euch habe. Ich denke, dass diese Idee jedem Mal in den Sinn gekommen ist. Aber gerade jetzt haben wir vermutlich alle mehr Zeit als sonst… und wir beschweren uns doch auch alle immer, dass wir nie genug Zeit für ein Buch haben – tadaaa! So schnell hat sich dieses Problem erledigt. Mein Tipp: Regen abwarten, Kerzen anzünden, mit einem Buch und einem Tee einkuscheln und lesen. Yay!

2. Schreiben: Ihr dachtet nicht wirklich, dass dieser Punkt in der Aufzählung fehlen würde – oder doch? In den ersten zwei Wochen der Quarantäne habe ich Tanz der Rivalen Band 2 geschrieben. Also…. geschrieben geschrieben – von der ersten bis zur letzten Seite. Übrigens müsst ihr nicht unbedingt ein Buch schreiben – ihr könnt es auch überarbeiten oder an den Charakteren, der Welt oder dem Plot basteln. Aber ihr seid Autoren, also arbeitet an euren Werken! Los!

3. Hobbies (irgendwie): Ja, irgendwie. Und mit ein wenig Kreativität sollten sich viele Hobbies auch jetzt noch ausüben lassen. Oder man findet ganz neue Hobbies…. Ich bin beispielsweise leidenschaftlicher LARPer (Live Action Role Play) und gerade jetzt sind für mich einige Conventions und Treffen mit Freunden ausgefallen. Das ist aber egal – verkleiden kann ich mich auch alleine, mit Kunstblut vollschmieren ebenfalls. Dann mache ich eben alleine ein paar Fotos oder beteilige mich an online Rollenspielen…. Der Tipp hier: Nein, ihr sollt euch nicht alle mit Kunstblut einschmieren (wobei… Kunstblut ist toll, probiert es!), aber ein wenig kreativ werden und eine Lösung für euer Problem finden. Ja, sogar meine Tanzschule bietet gerade Möglichkeiten an, wie man alleine online weiter an seinen Paartanz-Fähigkeiten arbeiten kann. Und du, als begnadeter Fußballspieler, kannst bestimmt ein paar neue Balltricks erarbeiten oder dich sonst irgendwie fit halten. Du musst nur ein wenig kreativ werden!

4. Spa-Day: Bitte kümmert euch um euch selbst. Aber jetzt mal ehrlich – wem ist es wohl nicht so gegangen? Gerade die ersten Tage haben wir uns sicherlich alle eher ein wenig hängen lassen. Alte Kleidung, die zerknittert war, fettige Haare und schreckliche Haut? Man fühlt sich gleich viel besser, wenn man sich einfach mal so hübsch macht. Einfach mal so rasieren, einfach mal so schick anziehen, duschen, parfümieren, schminken, aufstylen, Pflegeprodukte verwenden, toll fühlen eben. Kümmert euch um euch selbst und lasst euch nicht hängen. Das ist doch die Gelegenheit: fangen wir damit an, uns für uns selbst gut zu fühlen und toll auszusehen – nicht nur für andere Menschen.

5. Rollenspiele mit Freunden: Ich bin ein Nerd. Ich liebe Rollenspiele. Online RPGs, Pen & Paper, LARP,…. alles eben – alles toll! Aber das soll gerade für Autoren nicht so eine nerdy Sache sein. Ganz im Gegenteil. Rollenspiele können die Imagination geradezu beflügeln und einen mit den tollsten Ideen bereichern. Wieso also nicht mal probieren? Die einfachste Variante: schnappt euch einen Autorenfreund und startet mit ihm ein Rollenspiel auf WhatsApp oder Instagram. Ihr könnt kurz einen Plot besprechen (oder zumindest Prompts raussuchen) und dann einfach loslegen. So müsst ihr schreiben – aber es ist interaktiv, ihr bleibt dabei und müsst euch eben nicht alles selbst ausdenken. Bonus: wenn eure Story besonders cool ist, könnt ihr sie vielleicht irgendwann zu einem Buch zusammenfassen!

6. Sport: Macht Sport. Punkt. Oh ja, wirklich. Ich bin auch eine faule Socke, aber es tut so verdammt gut. Hört zu: ich bin noch nie Springseil gesprungen. Also, irgendwie natürlich schon…. aber nicht wirklich. Ich war nur so ein Kind, das die ganze Zeit gesprungen ist und konnte es dementsprechend nie gut. Gerade entwickelt es sich zu meiner neuen geheimen Leidenschaft (so viel zum Thema neue Hobbys!). Sport tut momentan einfach unglaublich gut und, ja, beflügelt ebenfalls die Kreativität. Außerdem hatte zumindest ich die ersten drei Wochen richtig schlimme Rückenschmerzen. Auch das lässt sich mit genügend Sport vermeiden!

7. Aufräumen: So, wie wir eben uns selbst momentan hängen lassen, lassen wir irgendwie auch gerne unsere Umgebung hängen. Gebt euch einen Ruck und räumt auf, putzt euer Haus. Danach fühlt ihr euch besser. Vielleicht stellt ihr sogar ein paar Möbel um und kauft Blumen oder sonstige Pflanzen. Ein Bekannter Schreibtipp ist ja immerhin, an einem neuen Ort zu schreiben. Das ist momentan bekanntlich nicht so einfach…. daher müssen wir unser Umfeld eben verändern!

8. Telefonieren/Discord/Videochat: Wir treffen uns nicht mehr mit anderen Menschen und das ist, meiner Meinung nach, ein großes Problem. Ruft eure Freunde an, eure Verwandten. Telefoniert mit ihnen. Geht mit ihnen auf Discord, Skype oder TeamSpeak. Redet mit oder ohne Vidoe – es ist erfrischend!

9. Writing Prompts: Wenn wir zu viel an einem Projekt arbeiten, beißen wir uns schnell fest oder kommen nicht mehr weiter. Writing prompts sind immer eine gute Inspiration und mit ihnen kann man einen trüben Schreiballtag gut vermeiden. Wo findet ihr solche Prompts? Einfach mal auf Pinterest oder Tumblr suchen – oder gar nur bei Google eingeben!

10. Ideen ausarbeiten: Ihr habt immer wieder viele Buchideen und nie Zeit, sie alle auszuarbeiten oder auszumustern? Tja- jetzt ist es soweit! Setzt euch hin und setzt euch mit euren Ideen auseinander. Es lohnt sich!

11. Ausschlafen/Pause/Faul sein: Und das hier…. ist der mit Abstand wichtigste Tipp! Lasst euch nicht hängen, aber zwingt euch nicht zu viel auf. Atmen, schlafen, faul sein. Macht euch einen entspannten Tag mit Tee im Bett. Lest Bücher oder guckt Serien und macht euch keinen Stress!

12. Kochen: Jetzt können wir nicht mehr in Restaurants oder allgemein zum Essen gehen. Was bietet sich da an? Richtig! Selbst kochen, wer hätte es gedacht? Selbst kochen hat viele Vorteile, aber ganz besonders isst man so gesund (bzw. weiß, dass man es nicht tut & was genau man zu sich nimmt), man lernt neue Dinge dazu und frischt seinen Alltag etwas auf.

13. Freunde treffen: Alternative Formulierung: einen Freund treffen. Wenn ihr euch nicht vor einer Ansteckung fürchtet und Freunde habt, die das ebenfalls nicht tun: Geht mit Freunden spazieren. Verknüpft das doch mit gemeinsamen Arbeiten, mit Sport, mit Hobbys oder mit den Rollenspielen. Seid kreativ!

 

 

So – das war’s jetzt erstmal. Ich hoffe, dass euch diese 13 Ideen den Alltag ein wenig bunter gestalten können. Was macht ihr denn so den ganzen Tag? Ist euer Tagesablauf geregelt oder eher nicht?

– Mia (Halo)

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