Eine allgemeine Vorstellung von Schreibratgebern

Writenia ist bei Weitem nicht die einzig Plattform, die alles rund um das Schreiben bespricht. Es gibt neben uns unzählige weitere Blogs, es gibt Bücher, es gibt Magazine, es gibt Podcasts, und das meiner Meinung nach wertvollste Material: Es gibt YouTube. Dort findet man Schreibvlogs, Tipps, und Interviews mit vielfach veröffentlichten Autoren. In diesem Artikel möchte ich mich mit dir darüber austauschen, über all die unterschiedlichen Schreibratgeber, die es in der Welt gibt. In der Zukunft werde ich mich mit einzelnen genauer beschäftigen und sie dir vorstellen, aber fürs Erste genügt ein Überblick.

(Hierbei handelt es sich nicht um Werbung, sondern um eine Empfehlung. Den Links zu den Produkten stehen wir neutral gegenüber.)

Mein allererster Schreibratgeber war das Buch „Von der Idee zum fertigen Text“ von Mara Laue. Ich denke, erst ab da habe ich verstanden, dass es sowas wie Schreibratgeber überhaupt gibt und dass sie mir helfen können, meinen Schreibprozess zu verbessern. Von da an habe ich in allen Medien nach ähnlichem Material gesucht. Hier eine Liste mit den bewährtesten Ratgebern, unterteilt in Kategorien. So viele weitere Ratgeber stehen noch auf meiner Todo Liste, die so vielversprechend klingen, dass ich sie hier am liebsten anfügen würde… Aber dann wären sie (noch) nicht bewährt.

BÜCHER

„Von der Idee zum fertigen Text“ von Mara Laue: Das Buch liefert eine Erklärung zu jedem Thema und ist mit vielen Beispielen und Erfahrungen der Autorin verbunden, wie zum Beispiel zum Exposé, der Genreeinteilung, zur Personenentwicklung. Es ist ideal sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene, und da fällt mir ein, ich muss es unbedingt nochmal lesen.

„Kreativ schreiben“ von Fritz Gesing: Ein sehr dickes Buch, das eher für Anfänger geeignet ist. Es enthält unglaublich viel theoretisches Wissen und ist eher wie ein Essay mit Überlänge aufgebaut als wie ein Ratgeber. Dahingehend unterscheidet es sich von Mara Laue extrem.

„On Writing“ von Stephen King: Nicht nur erfährt man in der ersten Hälfte eine Menge über Stephen Kings (zu Tränen rührendes) Leben, nein, man erhält auch die besten Tipps vom bekanntesten Horrorautoren selbst. Sie sind zwar sehr subjektiv geprägt (so etwas wie Verwende niemals etwas anderes als „sagen“ oder dein Buch wandert direkt in den Müll, und pass bloß auf mit Adverbien! (paraphrasiert)), aber man kann sich dennoch eine Scheibe abschneiden.

„Self-Editing for Fiction Writers“ von Rennie Brown und Dave King: Selbst wer schon einige Schreibratgeber gelesen hat, wird hier etwas Neues entdecken. Das Lektoren-Team gibt seine besten Tipps und Tricks preis in einem kurzen, einfach zu lesendem Text. Ich habe mir so viele Textpassagen markiert!

PODCASTS

„Writing Excuses“: Wer kennt ihn nicht, den Writing Podcast des Fantasy-Trios? Das wohl bekannteste Mitglied ist Brandon Sanderson, Autor der Mistborn-Bücher und vielem mehr. Es gibt mittlerweile so viele Folgen davon, dass sie wohl selbst den Überblick verloren haben. In jeder Folge reden sie über ein bestimmtes Thema, zum Beispiel Magiesysteme, Bösewichte oder authentische Charaktere. Man lernt so viel, allein von den verschiedenen Meinungen der Autoren.

MAGAZINE

Ich kenne kein deutsches Magazin übers Schreiben, du etwa? Dafür zwei englische: „Writing“ und „Writer´s Life“. Beide sind vollgepackt mit Interviews, Tipps, Buchvorstellungen und anderem Schnickschnack. Sehr unterhaltsam, und man nimmt auch das ein oder andere mit.

BLOGS

Susan Dennard, eifrige Fantasyautorin, betreibt nebenbei auch einen Blog, der genauso gut eine teure Schreibschule sein könnte. Sie hat so viele Kategorien so sorgsam aufgefächert und mit so gründlichen Erklärungen versehen, dass ich mich frage, wann sie die Zeit zum Schreiben hat. Um sich durch alle Artikel durchzuarbeiten, sollte man sich ordentlich Zeit nehmen. Ich bin stehen geblieben beim Artikel „Understanding Readers´ Expectations“. Ich sollte endlich mal weiterlesen! Außerdem verfasst sie monatliche Newsletter, die ebenfalls auf dem Blog erscheinen. Dort behandelt sie ausführlich eine Idee zum Thema Schreiben, zum Beispiel „NaNoWriMo Help“, „5 Components of the Right Story“, oder „Magical Cookie Scenes“.

YOUTUBE

Es gibt unzählige YouTuber, die hervorragende Tipps zum Thema Schreiben geben. Dazu zählen katytastic, Jenna Moreci und Kate Cavanaugh. Schau dir ihre Videos gerne mal an. Am meisten zieht mich auf YouTube allerdings etwas anderes an: Interviews bzw. Lektionen! Dabei denke ich konkret an Victoria Schwab und Brandon Sanderson. Erstere hat sogar einen YouTube Kanal, den sie sporadisch benutzt.

Victoria Schwab: Ich könnte ihr stundenlang zuhören, und das nicht nur, weil sie eine angenehme Stimme hat. Sie erscheint mir wie ein Experte in Fantasy und kann dir ganz genaue Erklärungen zu Weltenbau geben, wenn du sie danach fragst. Dadurch, dass sie aus ihren Selbstzweifeln kein Geheimnis macht, wirkt sie noch sympathischer und man weiß, dass berühmte Autorin sich nicht von einem selbst unterscheiden.

           Hier ein paar Links:

           „On Shiny New Ideas“ (https://www.youtube.com/watch?v=78-_RbVYWGw)

           “On Worldbuilding” (https://www.youtube.com/watch?v=Q4nVDoojTrs)

           Eines der großartigen & inspirierenden Interviews https://www.youtube.com/watch?v=XJKlDS_BESY

Brandon Sanderson: Er scheint überall seine Finger drin zu haben. Bei seinen Büchern, bei seinem Blog, bei seinem Podcast, bei seinen Essays, bei seinen Lektionen. Seine Essays sind stilecht und tiefgründig und jeder wirkt wie eine Neuerfindung des Schreibens an sich. In einem definiert er zum Beispiel die unterschiedlichen Magiesysteme „hard“ und „soft“. Er macht sich so viele Gedanken über das Handwerk, dass man sich sicher sein kann: Er weiß, wovon er spricht. Außerdem hält er an einem College Lektionen im Hörsaal, wo er sich eine Stunde lang über ein Thema auslässt, mit so viel Selbstvertrauen und Motivation, dass man ihn nur bewundern kann. Ich kann es nur wiederholen: Er weiß, wovon er spricht.

           Hier die erste seiner Lektionen https://www.youtube.com/watch?v=N4ZDBOc2tX8&list=PLH3mK1NZn9QqOSj3ObrP3xL8tEJQ12-vL

Egal welchen Schreibratgeber man sich hernimmt, man sollte ihn nicht zu ernst nehmen. Leute haben ihre eigenen Meinungen und Werte zu Themen (wie mir besonders bei Stephen King aufgefallen ist), und wenn man so viele verschiedene Ratgeber liest, ist es leicht, sich hin und herreißen zu lassen. Deshalb ist es wichtig: Finde heraus, welcher Typ Autor du bist, damit du weißt, wo du dir eine Scheibe abschneiden kannst und wo du höflich zuhörst, aber die Tipps ablehnst. Findest du das sagen zu grau, aber Stephen King sagt dir, dass es das beste Wort aller Zeiten ist? Hör nicht auf ihn und bleib bei deiner Meinung. Jeder hat seinen eigenen Stil.

Jetzt bist du dran: Kennst du noch weitere Schreibratgeber? Vor allem in den Kategorien Podcast und Blogs bin ich reichlich unerfahren. Schreib alles, was du kennst und liebst, in die Kommentare, um diesen Artikel zu erweitern!

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