Interview mit Fantasy-Autorin Leann Porter

Die Autorin Leann Porter ist auf diesem Blog keine Fremde, im Gegenteil – wir durften für den ersten Band ihrer “Jericho March” Reihe Buchblogger sein und haben auf Writenia eine Rezension dazu hochgeladen. Für diesen Artikel haben wir sie zu einem Gespräch eingeladen, in dem sie unsere brennenden Fragen beantwortet. Viel Spaß beim Lesen!

Writenia: Wenn man sich durch deine Website klickt, fällt einem vor allem eines auf: Du hast viele Bücher geschrieben. Seit wann schreibst du denn aktiv?

Leann Porter: Bei meiner Website fällt mir leider auf: Die ist gar nicht aktuell! Die muss ich wirklich dringend mal updaten.

Ja, stimmt, ich habe viele Bücher geschrieben und auch schon eine Menge veröffentlicht. Auf Veröffentlichungen arbeite ich erst seit ca. sechs Jahren hin. Vorher habe ich nur für mich geschrieben, was sicher auch daran lag, dass es mir nie gelungen ist, ein Werk zu vollenden. Das habe ich das erste Mal im November 2012 geschafft und damit war der Bann gebrochen. 

W: Du veröffentlichst sowohl unter dem Namen “Leann Porter” als auch unter “Stefanie Lahme”, ist das richtig? Warum hast du dich für ein Pseudonym entschieden und wie hast du es kreiert?

LP: Ursprünglich wollte ich meine Liebesromane und Fantasyromane trennen. Davon bin ich aber wieder abgekommen und veröffentliche aktuell alles unter dem Pseudonym Leann Porter. Leann ist das irische Wort für Bier. Porter ist die Bezeichnung für ein dunkles Bier. Das passt gut, weil ich gerne Bier trinke. Außerdem habe ich noch ein reines Selfpublishing-
Pseudonym. Unter „Erin Tramore“ lebe ich meine Experimentierfreude aus, turne durch alle
Genre und bin allgemein etwas freier.

W: Wenn du zwischen Fantasy und Liebesroman wählen müsstest, und du dürftest dein Leben lang nur noch in einem dieser Genres schreiben, welches wäre es?

LP: Das ist nicht so schwierig, da die Liebe auch in meinen Fantasyromanen immer Thema ist. Reine Liebesromane, in denen es wirklich nur um die Romanze geht, sind mir oft zu langweilig. Ich würde also weiter Fantasy schreiben, ohne auf die Liebe zu verzichten.

W: Hast du für “Jericho March” immer das Selfpublishing beabsichtigt? 

LP: Ja, Jericho March habe ich von Anfang an im Selfpublishing gesehen. Ich wollte gerne mal etwas Neues ausprobieren und eine Serie schreiben. Da hat sich Dämonenjäger Jericho während einer Schottlandreise aufgedrängt. Ich hatte sofort Lust, alles selbst zu machen oder zumindest zu delegieren und die Entscheidungshoheit zu behalten. Denn tatsächlich wäre die Reihe ohne die Hilfe meiner lieben Kolleginnen, die mich bei Cover und Buchsatz unterstützt haben, nicht so gut geworden.

W: In deiner Autorenvita schreibst du, dass es dir Irland besonders angetan hat. Was genau begeistert dich so daran? Und welche Aspekte davon baust du in deine Geschichten ein?

LP: Mein Lieblingsthema!  Im Jahr 1994 war ich das erste Mal in Irland und fühlte mich sofort wohl. Das war fast ein Nach-Hause-kommen. Dieses Gefühl hatte ich bisher in keinem anderen Land. Ich könnte jetzt aufzählen, dass ich die Landschaft mag, die Menschen, das Bier, den Duft der Torffeuer, die Schafe, aber das erklärt nicht wirklich, warum ich schon Herzklopfen bekomme, wenn ich nur an Irland denke. Irland wirkt auf mich einfach magisch und ich kann nur jedem empfehlen, selbst hinzufahren und es zu erleben.

Zur Inspiration könnt ihr gerne meinen Liebesroman „Das Glück ist einen Flügelschlag entfernt“ lesen und eure Route nach der Geschichte planen. In den Roman habe ich vieles eingebaut, was ich allein oder mit Freunden in Irland erlebt habe. Zum Beispiel könnt ihr die kombinierte Rad- und Bootstour in Killarney nachfahren oder eine Tour zur Puffininsel Skellig Michael unternehmen, den Cliff Walk von Doolin zu den Cliffs of Moher wagen und Scones am Ladies View verspeisen.

Wenn ihr Urban-Fantasy mögt und gerne den Norden und Nordwesten Irlands erkunden möchtet, empfehle ich „Das Lied des Jägers“. Die Geschichte führt euch zu Burgruinen, sturmumtosten Klippen und verrät euch nicht nur den schönsten Ort für einen Sonnenuntergang, sondern auch, wo ihr im Norden super Eis und Fish and Chips essen könnt. Von mir schon mehrmals getestet. Für sorgfältige Recherche gebe ich ja alles.

In Irland machte ich auch die Bekanntschaft mit den wundervollen Papageientauchern (Puffins). Die liebe ich und könnte sie stundenlang beobachten. Daher kommen sie in meiner Fantasy-Dilogie „Die Flamm-Chroniken“ vor.

Und hier noch ein Geheimtipp: Die schönsten Strände gibt es in Donegal!

W: Planst du deine Geschichte und deine Charaktere wie echte “Plotter” oder bist du eher ein “Pantser”, dem NaNoWriMo-Jargon nach?

LP: Früher war ich überzeugte Pantserin. Vermutlich ein Grund, warum ich nie einen Roman beenden konnte. Mittlerweile bin ich flexibel und plotte mal  mehr, mal weniger, bin aber immer bereit, mich von meiner Geschichte überraschen zu lassen.

W: Vielen Dank fürs Interview. Eine letzte Frage haben wir noch: Kürzlich hast du das Cover zum letzten “Jericho March”-Buch enthüllt. Hast du schon Pläne, wie es nach der Reihe weitergeht?

LP: Ich bedanke mich auch für das Interview! Hat Spaß gemacht. Zu Jericho March: Staffel 1 von Jericho March ist mit dem „Finale am Loch Venachar“ beendet Zurzeit schreibe ich einen Fantasyroman für die Reihe der Autorengruppe „Die Uferlosen“ mit dem Thema „Der Schöne und das Biest“. Es sind schon vier Bände von meinen Kolleginnen Tanja Rast, Tina Alba und Regina Mars erschienen. Zu meiner Geschichte verrate ich mal noch nichts, nur so viel: Es wird ein sprechendes Wolfsfell geben und neben Spannung und Romantik kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s